Santa Marta 06 / 2019

Tayrona Nationalpark Kolumbien – Hiking Guide

Auf eurer Südamerikareise solltet ihr auf jeden Fall einen Stopp im Tayrona Nationalpark in Kolumbien einplanen, einen Hiking Guide zu den Trails & Co. findet ihr ab 7. Tayrona Nationalpark Kolumbien – Hiking Guide. Santa Marta, gelegen an der Karibikküste im Norden Kolumbiens, ist für viele das Tor zum Parque Tayrona. Doch solltet ihr auch genügend Zeit einplanen weitere kleine Dörfer entlang der Küste zu erkunden. Wenn ihr vor allem auf der Suche nach malerischen Wanderwegen seid, dann findet ihr auf der Website vom Hikers-Club einen kurzen Hiking Guide zum Parque Tayrona. Die Hikers-Club Community bietet Wanderbegeisterten informative Blog- und Gastbeiträge zu moderaten bis schwierigen Wanderwegen, in Deutschland und der Welt. Was wir bei dem Besuch von Santa Marta und dem Parque Tayrona auf unsere Kolumbienreise erlebt haben, könnt ihr in diesem Beitrag erfahren.

  1. Tayrona Nationalpark
  2. Ankunft – Santa Marta
  3. Unterkunft – Hotel Tucuraca
  4. Share for a smile – Essen gehen
  5. Playa Gaira – mit den Locals am Strand entspannen
  6. Öffentlicher Verkehr – Bus von Playa Gaira
  7. What to do in Santa Marta?
  8. Tayrona Nationalpark Kolumbien – Hiking Guide
  9. Anfahrt – Parque Tayrona
  10. Unterkunft – Camping Castilletes
  11. Erste Erkundungstour – Parque Tayrona
  12. Hiking Trails – Tayrona Nationalpark
  13. Spa – Relax to the max
  14. Weiterreise – vom Tayrona Nationalpark nach Cartagena

Ankunft – Santa Marta

Nach gut 2 Stunden Fahrt in den kleinen Berlinas Bussen sind wir von Barranquilla aus, in Santa Marta angekommen. Der Bus hält an mehreren Orten in der Stadt am besten nennt ihr dem Busfahrer kurz vor Ankunft euren Hotelnamen oder die Straße in der ihr eine Wohnung gemietet habt. Von der Station am Berlinas Office konnten wir das Hotel in 10 Minuten zu Fuß erreichen.

Unterkunft – Hotel Tucuraca

Das Hotel Tucuraca liegt im Vorort von Santa Marta was bedeutet die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sind etwas niedriger. Die Gegend ist ruhiger und hier leben mehr Locals. Wenn es geht meiden wir Unterkünfte die direkt im Touri Trubel liegen. Die Nacht kostet hier 26€ inklusive Frühstück und der Strand ist direkt vor der Tür. Wir hinterlassen unsere Backpacks im Hotel. So können wir nur mit einem Tagesrucksack den Park Tayrona besuchen.

Share for a smile – Essen gehen

Die lokalen Restaurants bieten sehr leckeren frischen Fisch oder gebratenes Hähnchen. Typische Menüs bestehen aus Saft, süßem Kokosreis und Fisch oder Fleisch. In Kolumbien leben leider viele Menschen in Armut. So kann es dazu kommen, dass man während eines Restaurantbesuchs nach Essen gefragt wird. Da uns das häufiger passiert ist, haben wir immer einen Teil für die Leute bereit gehalten. Es schmerzt einem wirklich das Herz die Leute so zu sehen. Am liebsten hätten wir sie zu uns eingeladen. Allerdings ist das Fragen vielen auch sehr unangenehm und sie ziehen lieber schnell weiter. In Europa wird selbst eine Geldspende von 1€ teilweise mit einem Augenrollen entgegen genommen. Hier leben viele Menschen wirklich von der Hand in den Mund.

Umso länger wir in Kolumbien sind und uns mit diesen Herzensguten Leuten durch den Tag bewegen umso mehr verstehen wir warum damals Pablo Escobar zu Teilen als ein Held gefeiert wurde der Hoffnung, und Mittel zum Überleben schenkte. Nichts desto trotz sind die Kolumbianer im allgemeinen selbstverständlich nicht gut auf ihn zu sprechen. Viele Väter, Brüder, Mütter oder Schwestern fielen dem Narcotraffic zu Opfer. Ein sehr sensibles Thema wie wir finden, dass man bei Interesse besser bedacht und bei den richtigen Leuten anspricht oder sich dazu in Büchern und Dokumentation erkundigen sollte.

Playa Gaira – mit den Locals am Strand entspannen

Der Strandabschnitt Playa Gaira ist weitläufig, sauber und man liegt hier meist neben lokalen Bewohnern eher als neben Touris. Wie in gesamt Kolumbien gibt es auch hier fliegende Händler die vielfältiges im Angebot haben. Das nächste kalte Bier oder ein kalter Saft ist meist nur einen Verkäufer entfernt. Außerdem haben wir hier Abends einen der schönsten Sonnenuntergänge erlebt.

Öffentlicher Verkehr – Bus von Playa Gaira

Um in das Stadtzentrum von Santa Marta zu gelangen, nehmt ihr einen der Busse bis zum Mercado Público. Um den richtigen zu finden, schaut ihr einfach auf die Schilder die in den Scheiben der Busse hängen. Notfalls fragt ihr ¿Vas al Mercado Público? dann wird euch der Busfahrer entweder einsteigen lassen oder rauswinken. Macht euch auf ballernde Hitze gefasst, wenn ihr die Stadt erkunden geht. Im Zentrum steht jedoch an jeder zweiten Ecke ein Limonaden Verkäufer mit frisch gepressten Limetten, Orangen oder Ananas auf Eis. Das einzige Mittel um der Hitze hier Stand zu halten.

Unvergesslicher Sonnenuntergang untermalt von live Musik

What to do in Santa Marta

Folgende Sehenswürdigkeiten können wir empfehlen:

– Schlendere entlang dem Malecon (Strandpromenade)

– Kostenfreier Besuch im Museo del oro Tairona

– Cathedral Basilica de Santa Marta

– Bewundere die Häuser im Kolonialstil

– Ausflug zum Parque Tayrona oder nehmt den 4-5 tägigen Lost City Treck

– Plane einen Stopp in Minca (wir waren selbst nicht dort aber haben so viel positives dazu gehört. Entspanntes Örtchen mit Wanderwegen zu Kaffeefarmen, Regenwäldern und Wasserfällen. Für alle die die Ruhe suchen.)

Tayrona Nationalpark Kolumbien – Hiking Guide

Also geht es von Santa Marta zum Tayrona Nationalpark, eins der Highlights auf unserer Kolumbien Reise. Die Verkäufer stehen schon auf den Straßen bereit und wollen Touren in den Parque Tayrona oder Bootsausflüge verkaufen. Wir „parken“ unsere Backpacks im Hotel und ziehen mit dem Tagesrucksack los. Der Parque Tayrona öffnet um 8 Uhr seine Pforten und ihr könnt ihn ganz leicht auf eigene Faust erkunden. Dazu nehmt ihr wieder einen ausgeschilderten Bus zum Mercado Público für 2.000 COP (0,50€) pro Person. Der Bus zum Parque Tayrona fährt vor dem Kiosk auf der Carrera 9 Ecke Calle 11 los. Lasst euch nicht von Leuten eine private Busfahrt aufquatschen der Bus ist wunderbar und kostet pro Person gerade einmal 7.000 COP (1,87€).

Anfahrt – Parque Tayrona

Nach gut zwei Stunden hält der Bus vor dem Parkeingang. Deckt euch am besten noch in Santa Marta am Kiosk oder am Eingang vom Parque Tayrona, mit großen Wasserkanistern und kleinen Snacks ein. Uns so vorzubereiten haben wir auf der Kolumbienreise gelernt. Es gibt noch ein paar Läden direkt vor dem Park Eingang. Das Wasser ist im Park selbst sehr teuer und auch das Essen ist nicht besonders preiswert. Wir empfehlen euch mindestens 1 Nacht hier zu übernachten besser sind 2 Nächte. Habt ihr jedoch wenig Zeit könnt ihr auch an einem Tag einen schönen Einblick in den Park bekommen. Dann solltet ihr jedoch direkt um 8 Uhr am Eingang sein und bedenkt euren Rückweg sowie den Sonnenuntergang. Alternativ kann man den Strandabschnitt Cabo San Juan auch mit dem Boot von Taganga aus erkunden.

Beim Eingang in den Park muss man seinen Reisepass vorzeigen und eventuell wird Dein Gepäck kontrolliert. Alkohol darf nicht in den Park eingeführt werden (kann man aber im Park erwerben).

Mit einigen Kilo Wasser und Snacks gewappnet läuft man den Weg hoch zum Ticketschalter. Ein Ticket kostet 68.500 COP sprich 18€ für zwei Tage hinzu kommt die Seguro (Versicherung) für 5.000 COP sprich 1,30€ pro Person. Direkt hinter dem Eingang warten bereits einige Busse welche euch für 3.000 COP (0,80€) pro Person in den Park hineinfahren. Je nach Unterkunft/Zeltplatz muss man noch einiges an Weg hinter sich bringen, bedenkt das am besten bei der Wahl des Proviants. So oder so bringt umbedingt Sonnenschutz, eine Taschenlampe und Moskitospray mit.

Unterkunft – Camping Castilletes

Wir haben uns für einen Zeltplatz mit Bungalows ganz am Anfang des Parks entschieden. Castilletes ist einer der wenigen Unterkünfte die man mit dem Bus anfahren kann. Das Grundstück ist sehr schön angelegt und liegt direkt am Meer. Der Strand ist wunderbar für Spaziergänge geeignet, jedoch darf man an diesem Abschnitt nicht in das Wasser, da die Strömungen zu gefährlich sind. Wie wir später auf den am Strand platzierten Schildern lesen, haben hier bereits einige Menschen beim Baden gehen ihr Leben gelassen.

Neben den Zelten und Hängematten gibt es einige Privatzimmer mit gemeinsamen Bad in den Bungalows. Die kosten liegen bei stolzen 36€ die Nacht inklusive Frühstück. Die Wasserflaschen durften wir netterweise in den Küchenkühlschrank legen. Natürlich ist man hier auch auf das Abendessen im Park angewiesen es sei denn man hat Dosenessen oder andere haltbare Lebensmittel dabei. Die Auswahl ist nicht besonders groß jedoch für drei Abendessen mehr als ausreichend. Es gibt auch frische Säfte und so kosten uns zwei Abendessen mit einem Getränk um die 13€.

Der Weg zu unserem Campingplatz

Erste Erkundungstour – Parque Tayrona

Direkt nach der Ankunft sind wir neugierig und wandern bereits los. Der Weg führt zunächst für gute 15 Minuten über die asphaltierte Straße bis man rechts auf einen ungepflasterten Weg gelangt. Von dort aus gibt es verschiedene Punkte die man erreichen kann. Während der ersten kleinen Tour stellen wir Fest, dass es bereits langsam dämmert also legen wir auf dem Rückweg einen guten Zahn zu, um nicht im dunklen nach Hause wandern zu müssen. Vor uns gleitet ein französisches Pärchen im mega Schnellschritt nur so über die Stufen und Wurzeln der Bäume, ein guter Ansporn für uns um da mitzuhalten. Kurz vor der Dämmerung schaffen wir es nach Hause und belohnen uns mit einer großen Portion Nudeln. Wie sich herausstellt hatten die Franzosen das selbe Ziel.

Das erste Stück bis zu den Wanderwegen legen wir auf der Straße zu Fuß zurück ihr könnt aber auch den Bus nehmen oder euch für eine Unterkunft direkt an den Trecking Wegen entscheiden

Hiking Trails – Tayrona Nationalpark Kolumbien

Allgemein solltet ihr euch auf tropische Hitze gefasst machen. Nicht nur Smartphone Detox ist hier angesagt (kein Netz und meist kein Internet) sondern auch auf Body Detox. Ihr werdet aus Poren schwitzen von denen ihr nicht wusstest, dass sie existieren. Wir hatten ein kleines Handtuch dabei um uns etwas abzutupfen und jeder mindestens 1,5 Liter Wasser. Das Wandern ist dementsprechend etwas anspruchsvoller es geht viele natürlich Stufen in Form von Baumwurzeln in die Höhe und ebenfalls von Menschenhand erschaffene Stufen. Folgende Stationen könnt ihr im Parque Tayrona besuchen:

High traffic on cutterleaf highway

Arrecifes

Die erste Station im Parque Tayrona erreicht ihr nach ungefähr 45 Minuten. Arrecifes ist ein ruhiger und schöner Strandabschnitt. An unserem ersten Tag sind wir bis zu diesem Abschnitt gewandert, um uns mit der Umgebung vertraut zu machen und zu wissen wie viel Zeit wir benötigen um uns auf die größere Wanderung morgen vorzubereiten. Nach einem Sprung in das kühle Wasser haben wir uns zwei frisch gepresste Orangensäfte in dem anliegenden Restaurant geholt.

Piscina

Piscina ist der nächste wunderschöne Strandabschnitt. Wie der Name bereits verrät darf man auch hier im Meer baden. Der Abschnitt ist nicht besonders lang dennoch findet man auch bei höherem Antrag einen Platz für seine Handtücher. Wenn ihr einen Schnorchel dabei habt könnt ihr hier mit Sicherheit einige Fische und eventuell Korallen sehen.

Piscina Beach

Cabo San Juan de Guía

Von Castilletes bis zu Cabo San Juan kann man ohne Zwischenstopps mit ungefähr 2 Stunden Wanderung rechnen. Der Strandabschnitt in dem man Baden gehen kann, bietet einen großen Campingplatz. Jedoch ist dieser Abschnitt sehr bekannt und beliebt und somit immer gut besucht. Besonderes zu Ferienzeiten ist dieser Campingplatz nicht zu empfehlen. Die Sanitäranlagen sollen nicht ausreichend an Anzahl und Sauberkeit sein. Dennoch kann man sich hier auch eine Hängematte mieten und in freier Natur einschlafen.

Ein Einmann/ -Frau Zelt bekommt man ab 40.000 COP (10,60€) und ein Zweierzelt ab 80.000 COP (21,30€). Eine Private Unterkunft kostet um die 200.000 COP (53,30€) und eine Hängematte 40.000 COP (10,60€) außer man möchte in dem Aussichtsturm in der Hängematte liegen diese kostet 50.000 COP (13,30€) für eine Nacht.

Playa Brava

Dieser Strandabschnitt ist deutlich ruhiger im Vergleich zu Cabo San Juan und daher empfehlenswerter. Von Castilletes aus ist es eine ziemlich anstrengende Wanderung zum Playa Brava also startet am besten früh morgens jedoch werdet ihr mit unglaublich schöner Natur und Ruhe belohnt. Auf dem Weg gibt es vereinzelt Restaurants also könnt ihr notfalls auch hier Energie tanken.

Spa – Relax to the max

Nach zwei Tagen und 34 Kilometer Wanderung bei 32 Grad haben wir uns mit einem Aufenthalt in einem Spa Resort belohnt. Das Hotel Kantawa liegt unmittelbar beim Parque Tayrona an der Hauptstraße. Das Hotel könnt ihr mit dem Bus Cootrans Oriente erreichen der vor dem Eingang des Parks los fährt. Gebt dem Busfahrer einfach Bescheid, dass ihr am Kantawa Hotel heraus geworfen werden wollt.

Eine Nacht im Doppelzimmer inklusive Frühstück kostet 54€. Die Bademäntel hängen schon bereit um die Pools, die Dampfsauna, die Schwedische Sauna sowie die Whirlpools zu besuchen. Das Nutzen der Einrichtungen ist im Preis inklusive. Lediglich eine Massage und das Abendessen müssen separat bezahlt werden. Die Kosten halten sich auch hierfür sehr im Rahmen. Eine Vorspeise, ein Abendessen für Zwei sowie ein Nachtisch kosten 25€. Eine Massage erhält man bereits ab 80,000 COP für 30 Minuten. Wir waren Anfang Juni dort und hatten die ganzen Einrichtungen für uns, am Tag unserer Abreise checkte lediglich ein weiteres Pärchen ein.

Die Hotelanlage ist wunderschön inmitten der Natur. So kann man dem anliegendem Fluss und den Vögeln lauschen, während man im Whirlpool seine müden Muskeln ausruht. Da wir zuhause selten Mangos essen war uns gar nicht bewusst, dass es so viele verschiedene Sorten gibt. Hier fallen so viele Mangos von den Bäumen, dass die Leute gar nicht hinterherkommen sie zu verwerten. Mit einem der Mitarbeiter unterhalten wir uns eine Zeit lang und erhalten eine Tour durch den Garten. Hier wachsen Avocados, Mangos, Orangen, Mandarinen, Limetten und vieles mehr. Der Mann ist super lieb und bietet uns eine kostenlose Mango Verkostung aus dem Garten an. 

Weiterreise – vom Tayrona Nationalpark nach Cartagena

Richtig erholt verlassen wir die Anlage und machen uns auf den Weg zu unserem vorherigen Hotel in Santa Marta um unsere großen Backpacks die wir dort gelagert haben abzuholen. Anschließend geht es mit dem Bus weiter nach Cartagena. Wir hoffen euch hat unser Beitrag zu Santa Marta sowie der Hiking Guide zum Tayrona Nationalpark gefallen und ihr habt Lust euch noch weitere Beiträge unserer Kolumbienreise anzuschauen.

Das Farbenspiel nach dem Sonnenuntergang am Strand von Camping Castilletes

2 Antworten auf „Santa Marta 06 / 2019“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.