Santa Cruz – 04 / 2019

Quick Facts

Währung: US-Dollar

Trinkgeld: 10%

Empfehlenswert: Atmungsaktive Kleidung, Wasserschuhe, Wanderschuhe, Trinkflasche, Sonnencreme und Mückenspray

Sprache: Spanisch und Englisch

Sicherheit: Hoch

Galápagos – when dreams come true

„Hoffentlich schaffen wir das zeitlich“ ist es uns die ganze Zeit durch den Kopf gejagt. Von Lima ging es für uns über Quito auf die Galapagos Inseln, genauer gesagt auf die Insel Santa Cruz, ein riesiger Traum von uns ging damit in Erfüllung. Jedoch hatten wir nur um die 90 Minuten Umsteigezeit in Quito, in dieser Zeit mussten wir von Bord gehen, durch die Imigration sowie Customs durch, ein Galapagos Visum kaufen, unsere Koffer speziell checken und versiegeln lassen (extra Prozedere für die Galápagos Inseln), die Backpacks aufgeben (da leider 0,5kg zu schwer) und durch die Sicherheitskontrolle bis hin zum Gate rennen. Letztendlich hatten wir total Schussel und es war extrem wenig los so kamen wir entspannt am Gate an und konnten noch in aller Ruhe das schöne Touristen Visa Kärtchen, welches wir für 100€ pP erworben haben, studieren.

Die Inseln liegen 1000km vom Festland entfernt, so landeten wir bereits nach knapp 2 Flugstunden auf Santa Cruz. Nicht wundern wenn die Stewardessen und Stewards Spray auf das Handgepäck sprühen, dies dient nur dazu sämtliche Kleintiere abzutöten die nicht auf die Insel eingeführt werden sollen. Der ehemalige Militärflughafen wurde auf einer separaten kleinen Insel errichtet also eine Insel nur für den Flughafen. Bevor man an seine Gepäckstücke herankommt die ordentlich und fachmännisch von Suchhunden beschnüffelt werden, zahlt man den Eintritt in Höhe von 20€ pP. Zudem kann man an dem Schalter direkt ein Busticket für ca. 5€ pP kaufen, das muss man nur dazu sagen. Anschließend wird das Handgepäck noch einmal gescannt, es heißt man soll zB keine Plastiktüten einführen, dennoch hat es dazu keine einzige Kontrolle gegeben.

Ankunft Santa Cruz

Von dort stellt man sich in die Schlange für den Bus, welcher einem in maximal 10 Minuten zum Rand der Insel bringt. Die Gepäckstücke werden von den Mitarbeitern auf das Bötchen geladen, dass einem auf die tatsächliche Insel bringt.

Dort angekommen sucht man sich schnell sein Gepäck und huscht vor um sich einen der Busse für ca 10€ pP klar zu machen. Wir haben uns für drei Nächte im Hotel White House eingebucht, bei dem wir nach einer guten Stunde (in der Nähe) rausgeworfen wurden. Das Hotel hat uns sehr gut gefallen, geräumige und bezahlbare Zimmer, eine Küche die man benutzen kann sowie einen großen Kühlschrank, Tee, Kaffee und Wasser umsonst. Wasser scheint es in den meisten Hotels auf den Galápagos Inseln umsonst zu geben, zum Glück denn bei der Hitze sollte man mindestens 2,5 Liter Wasser am Tag trinken und dass kann ins Portemonnaie gehen. Also am besten wiederbenutzbare Flaschen mitbringen.

Der erste Iguana begrüßt uns schon nach wenigen Metern

Food, Fauna & Bootstickets

Da wir zunächst einen riesigen Hunger hatten sind wir los auf die Suche nach einem Supermarkt, dabei sind wir an einem Markt vorbeigekommen auf dem sich viele Einheimische versammelt haben um zu essen und einzukaufen. Genau dort haben wir die BESTEN Empanadas in wohl ganz Südamerika gegessen. Zur Auswahl stehen frisch gefüllte Empanadas mit Käse, Hühnchen oder Shrimps welche uns so knusprig und mega lecker auf die Hand gereicht wurden. Für gerade einmal 1$ (Shrimps 2$) kann man sich dann die Teigtaschen mit frischem Krautsalat und einer grünen Soße befüllen. Wir waren so begeistert, dass wir gleich noch zwei probiert haben, zum Beispiel kann man auch Käse mit Zucker zum Nachtisch schnabulieren. Zudem gibt es auch Stände die ganze Mahlzeiten anbieten, leider alles sehr Fleischlastig, unter anderem auch sämtliche Innereien die hier sehr beliebt sind. Markus war neugierig wie dieser endlose Darm wohl schmeckt und bekam ein Stück zum verkosten von der netten Frau am Grill. Nahezu alle blickten zu Markus und warteten auf seinen Reaktion, ein leichtes Gesicht musste er schon verziehen ziemlich zäh und nicht wirklich lecker alle mussten lachen und aßen weiter. Naja wenigstens wissen wir jetzt, dass es so schmeckt wie es aussieht. 😀

Auf dem Weg zum Hafen kommt man an einer großen Fressgasse vorbei, leider haben wir den Lobster dort nicht probiert denn der Preis von 10$ ist echt unschlagbar, also probiert das unbedingt aus. Auf dem Weg zum Hafen passiert man dutzende Softeis Läden, Restaurants in allen Preisklasse, Touranbieter, Bäckereien, Kaffees, Fahrradverleihe und alles was das Touri Herz begehrt. Vorne am Hafen angekommen gibt es Bankautomaten und einen großen Supermarkt. Hier kann man sich auch die Bootstickets zur Überfahrt auf die anderen Inseln besorgen. Nach einigen Preisvergleichen haben wir bei einem kleinen Laden ganz in der Nähe vom Supermarkt das günstigste Ticket für 25$ pP erworben. Da wir schon wussten an welchen Tagen wir auf Isla Isabela sowie Isla de San Cristobal wollten haben wir direkt alle Tickets besorgt.

Es lohnt sich vorne am Bootssteg den Seehunden einen Besuch abzustatten. So kuschelte an dem einen Abend eine Mutter mit ihrem kleinen auf einer Bank ganz entspannt. Schon am Hafen bekommt man hier die vielfältige Tierwelt geboten so haben wir bereits an unserem ersten Tag bei einem Abendspaziergang Riffhaie, Krebse, einen Iguana sowie einen Pelikan entdeckt.

Seelöwen Mama mit ihrem kleinen

What to do on Santa Cruz?

Dinge die wir mit einem begrenzten und geringen Budget auf der Insel Santa Cruz unternommen haben:

Tortuga Bay

Unser Tipp geht so früh wie möglich los so vermeidet ihr große Menschenmassen, es sind nicht so viele riesige lästige Art Wespen unterwegs plus es ist noch halbwegs in der Sonne auszuhalten. Der Weg führt über einen angelegten Steinweg, Hiking Schuhe sind also nicht unbedingt nötig. Jedoch viel Sonnenschutzmittel, eine Kappe und am besten 1 Liter Wasser pro Person. Am Strand angekommen kann man scheinbar auch Surfboards ausleihen um hier zu surfen. Zu der Nestzeit sowie Schlüpfzeit, kann man hier ein großes Schildkröten-Spektakel beobachten. Die Iguanas krabbeln entspannt aus den Dünen und nehmen hier ihr morgendliches Bad um sich danach auf die dunklen heißen Steine zu legen. Richtige Sonnenanbeter die teilweise bis zu 1 Meter langen Urzeitgetiere.

Großartige Belohnung nach dem langen Weg
Iguana Crossing

Reserva El Chato – Giant Turtle Reserve und Lava Tunnel

Um die riesigen Galápagos Landschildkröten einmal hautnah zu erleben, haben wir das Giant Turtle Reserve „El Chato“ besucht. Dazu hält man einfach ein Taxi in der Stadt an welches für 40$ zu einer Lava Tube, zum Giant Turtle Reserve sowie wieder zurück in die Stadt fährt. Der Fahrer schmeißt die Leute zuerst am Höhleneingang raus und sammelt sie nach 15 Minuten am Höhlenausgang wieder ein. Danach wartet er vor dem Reserve, bis man mit einer Tour durch ist. Wir haben das Reserve auf eigene Faust erkundet, ein Guide kann sicherlich interessante Fakten sowie Geschichten zu den Schildkröten erzählen jedoch wollten wir auch hier Geld sparen. So hat uns der Eintritt lediglich 5$ pP gekostet. Die Schildkröten leben hier auf einem großen Gelände und können sich frei zum grünsten Gras Fleckchen zum Essen bewegen, in den Büschen verstecken oder in einem Sumpf tummeln um damit ein natürliches Insektenschutzmittel aufzulegen. Wie wir später in einem Museum erfahren haben, sind die Menschen daran schuld, dass die Schildkröten ebenfalls von Stechmücken heimgesucht werden. Menschen haben damals die Vampire mit auf die Insel geschleppt.

Nach knapp 2 Stunden und tausend Fotos fahren wir überglücklich wieder nach Hause.

Galápagos Riesenschildkröte am snacken

Fazit

Alles im Allen hat uns der 12-tägige Aufenthalt auf den drei genannten Galápagos Inseln 2.794€ für zwei Personen gekostet und war jeden Cent Wert. Dazu zählen: Flüge, Unterkunft, Ausflüge, Transport, Essen und sonstiges wie Drogerieartikel, Waschen und Souvenire. Einige Hotels und Hostels sind dankbar um ein paar Stunden Hilfe und bieten dafür eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit, am besten vorab per Email oder vor Ort nachfragen.

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