Quito – 04 / 2019

Quick Facts

Währung: US-Dollar

Trinkgeld: 10%

Empfehlenswert: warme Kleidung (Zwiebellook ist aufgrund der Temperaturschwankungen perfekt), gemütliche Laufschuhe, Trinkflasche und Sonnencreme

Sprache: Spanisch und Englisch

Sicherheit: Mittel

Ankunft

Auf unserem Weg zurück von den Galápagos Inseln wollten wir uns unbedingt Quito anschauen um auch einmal das Festland und die Hauptstadt Ecuadors zu erkunden. Wir haben eine tolle Unterkunft auf AirBnB gefunden die noch sehr neu war. Gut gelegen, schön eingerichtet und sauber. Die Gastgeberin war hilfsbereit und zuvorkommend. Wenn ihr den hier angegeben Link für AirBnB verwendet und euch registriert erhaltet ihr 25€ Rabatt auf eure erste Reise oder Erlebnis. Zudem bekommen auch wir ein Gutsel für unsere nächste Übernachtung. 🙂

Die Temperatur jagt uns im Vergleich zu den Galápagos Inseln erstmal eine Gänsehaut ein, es ist richtig kalt und regnerisch als wir nachmittags in der Altstadt mit einem Uber ankommen. Wie wir herausfinden ist der Fahrer aus Venezuela und fährt hier nicht ganz offiziell, daher sind wir nur Freunde falls wir angehalten werden. Schön wenn man auf Reisen neue Freunde kennen lernt 😀

Abendessen und erste Eindrücke

Die Gegend scheint Abends nicht ganz so gut besucht zu sein und es treiben sich ein paar zwielichtige Gestalten herum, daher sollte man auch hier etwas Vorsichtiger sein und abends nicht alleine durch die Straßen laufen. Unsere Vermutungen und Respekt, werden durch einen Taxifahrer bestätigt, welcher schon lange in Quito lebt. Er erzählt uns, dass unserer Viertel abends nicht das sicherste sei und er selber schon mehrfach zu einem Opfer von Überfällen mit Waffengewalt wurde (so wurde ihm z.B. sein Auto geklaut, als ein Räuber eine Pistole durch das offene Fenster hielt ). 

Also suchen wir ein Venezuelisches Restaurant mit Homer Simpson im Logo auf und gönnen uns eine typische Kalorienbombe. Das Gericht sieht aus wie ein Burger belegt mit pulled beef, verschiedenen Soßen, Chips, Käse, Kraut und noch mal extra Käse welches von großen frittierten Bananenscheiben zusammen gehalten wird. Da scheint der venezuelische Uber Fahrer wohl recht gehabt zu haben als er auf unsere Frage „was isst man in Venezuela typischerweise?“ fröhlich mit „Pasta, Burger, Fleisch und Sandwiches“ antwortete.

Frühstück

Am nächsten Morgen gönnen wir uns durchgefroren eine eiskalte Dusche und Frühstücken im En Dulce. Ein typisches TripAdvisor Café doch wir haben mal wieder Lust auf etwas Touri mäßiges. Das Frühstück ist reichhaltig, sehr lecker und mit 9$ für zwei volle Menüs und ein Frozen Macchiato gar nicht soo teuer.

Basílica del Voto Nacional

Voll gefüllt wollen wir uns die Beine etwas vertreten und beschließen die Basílica del Voto Nacional Kirche zu besuchen. Der Eintritt kostet 2$ pP doch haben wir da noch mit einem klassischen Kirchenbesuch gerechnet. Nachdem man ein paar Stufen überwunden hat (oder den Aufzug nimmt) steht man auf einem Balkon mit Blick in die Kirche. Das Fenster wirft ein buntes Licht in den Raum und die Orgel sieht sehr antik aus. Ein paar Stockwerke weiter hoch (ebenfalls noch mit dem Aufzug zu erreichen) kommt man an einem Souvenir Shop vorbei und letztendlich erreicht man das Dach der Kirche. Über eine Holzbrücke kann man sich den Dachstuhl von unten ganz genau anschauen und zur anderen Seite rüberlaufen, um dort über eine Leiter ins freie zu gelangen. Hier weht einem der Wind um die Ohren und der Ausblick ist weitläufig. Der Blick nach unten; nicht ganz so schön. Als wir uns umschauen sehen wir, dass zwei weitere steile Leitern nach oben führen. Mit leichter Höhenangst, oder einfach dem nötigen Überlebenssinn meiner Meinung nach, zittern einem schon leicht die Knie beim Bestiegen der Leitern. Die Leute steigen hier sowohl auf als auch ab was das Ganze noch abenteuerlicher macht. Oben belohnt einem jedoch eine 360 Grad Aussicht von einem noch höheren Punkt aus, hoch über den Dächern Quitos. Ein weiterer Weg führt über mehrere Etagen hinweg zu der Turmglocke, hier muss man enge und steile Wendeltreppen überwinden um oben an der Spitze anzugelangen. Der wohl Adrenalin geladenste Kirchenbesuch ever. Wir holen uns erst Mal einen Kaffee für gesamt 2,5$ und wirken dem zittern mit starken Kaffe entgegen 😛

Höhenangst gefällig?!

Plaza Grande

Bei den vielen Straßen die auf und ab durch das Zentrum führen wird die Luft immer dünner, immerhin liegt Quito 2.850 Meter über dem Meer und ist die höchstgelegene Hauptstadt in der Welt. Die Kleidung der Anwohner hier ist eher altmodisch und so werden gerne kurze Bleistiftröcke mit engen Blusen zu Netzstrumpfhosen mit floralem Spitzenmuster und Ballerina getragen.

Der katholische Glauben trägt hier mit 95% den größten Anteil im Land. Wir sind ziemlich froh Ostern auf den Galápagos und nicht hier verbracht zu haben. In den Nachrichten lesen wir, wie die Kreuzzüge hier mit echten Dornenkronen und schweren Kreuzen durch die bergige Stadt durchgeführt werden. Die Leute erleiden dabei ernsthafte Verletzungen und bluten, für uns etwas zu viel reale Nachempfindung. Diese ausgeprägte Sicht erkennt man auch in den Kirchen, die Christi Figuren sehen hier z.B. ganz anders als bei uns in Deutschland aus.

Am Plaza Grande winken uns zwei Polizei-Handpuppen freundlich zu, dahinter 6 Polizisten die uns zulachen. Wir sind offensichtlich verwirrt und winken zögernd zurück. Auf dem Platz wird allerhand verkauft unter anderem auch Eis zumindest scheint es Eis zu sein, in riesigen Liter Gefäßen welche die Verkäufer in einer Hand tragen, das muss doch unglaublich schwer sein. In der Mitte versammeln sich die Leute zum entspannen oder füttern die winzig kleinen Tauben. Weiter hinten vor einem offiziellen Gebäude stehen an die 30 Sicherheitsleute ausgestattet mit Schild und co bereit die protestierende Meute im Zaum zu halten. Oben auf dem Balkon sowie auf dem Dach des Hauses ziehen Wachmänner mit ernstzunehmenden Waffen umher. Wir beobachten den älteren Herren, der die Tauben füttert und verlassen nach kurzer Zeit den Platz.

Un hombre mayor está alimentando a las aves en la Plaza Grande.

What to do in Quito?

Wenn ihr etwas mehr Zeit mitbringt, würden wir euch empfehlen ebenfalls folgende Sehenswürdigkeiten zu besichtigen:

Mittelpunkt der Erde

Den Mittelpunkt der Erde könnt ihr mit dem Bus oder einer geplanten Tour besuchen. Um den Äquator auf eigene Faust zu erkunden, fahrt ihr zu der Station Ofelia Station und nehmt dort den Bus mit der Aufschrift „Mittat del Mundo“ für um die 60cent. Wenn ihr es nicht ganz so genau mit der Mitte nehmt und wenig Zeit habt könnt ihr auch den Mitad Del Mundo in Quito besuchen.

Centro Viejo

Schlendert durch die steilen Straßen Quito’s Altstadt um frische Empanadas zu snacken und lokale Stände aufzusuchen.

Pichincha Volcano

Um euch einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, könnt ihr mit der TeleferiQo hoch auf den Pichincha Volcano hoch fahren. Oben angekommen wandert ihr auf 4.000 Metern eventuell durch die Wolken Quitos. Adrenalinjunkies können die Strecke runter in die Stadt mit dem Mountainbike nehmen.

La Ronda

Auf der Straße La Ronda findet ihr viele Restaurants, Cafés und kleine Kunstläden. Leider waren wir an einem Sonntagabend auf der Suche nach einem Restaurant jedoch hatten alle Lokale geschlossen und aufgrund der menschenleere haben wir uns dort nicht besonders wohl gefühlt. Stattet La Ronda also lieber tagsüber oder an einem belebten Abend einen Besuch ab.

Where to stay in Quito?

Old Town, La Mariscal oder La Floresta sind wunderbare Gegenden um die Stadt fußläufig zu erkunden. Zudem können wir auch unser AirBnB (oben verlinkt empfehlen).

Nach einem guten Abendessen geht es für uns ins Bett, denn morgen geht es nach Lima, Peru.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.