Cartagena 06 / 2019

Cartagena – Kolumbien und die Sicherheit

Sicherheit in Cartagena Kolumbien

Bei einer Reise nach Cartagena, gelegen an der Karibikküste von Kolumbien, ist hohe Sicherheit gegeben. Kolumbien ist ein wunderschönes Reiseziel – ihr werdet die temperamentvollen und herzlichen Kolumbianer schnell in euer Herz schließen. Probiert die köstlichen lokalen Gerichte, nehmt an einer Stadtführung zur Geschichte Cartagena teil die euch Gänsehaut verpasst und lasst eure Seele an den weißes Sandstränden baumeln. Außerdem könnt ihr euch zu aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen immer auf der Seite vom Auswärtigem Amt erkundigen.

Von Santa Marta aus fahren wir wieder mit dem Busunternehmen Berlinas. Die Fahrt dauert 4 Stunden und ein Ticket kostet 15€ pro Person. Die Fahrt geht von Santa Marta über Rodadero nach Cartagena. Es gibt zwei Berlinas Büros in der Region Santa Marta. Den Fahrplan könnt ihr online auf der Webseite einsehen. Die Tickets könnt ihr online kaufen oder ihr organisiert euch die Tickets vor Ort mit Cash! Da wir in der Nebensaison unterwegs waren haben wir die Tickets einfach im Berlinas Büro gekauft und waren 30 Minuten vor Abfahrt dort. Kartenzahlung ist am Ticketschalter jedoch nicht möglich.

Adressen: Cra. 3 #11-26, Santa Marta, Gaira, Santa Marta und Cra. 18 #23-4, Santa Marta für in der Stadt 

Webseite: https://www.berlinasdelfonce.com

Unterkunft – Cartagena

In Cartagena in Kolumbien ist die Sicherheit sehr hoch, doch das kommt zu einem Preis. Cartagena scheint ein teureres Pflaster zu sein, daher buchen wir ein günstiges AirBnB im Stadtteil Castillogrande. Wieder wird der Eingang 24 Stunden 7 Tage die Woche von einem Wachmann bewacht. Unser Apartment mit kleiner Küchenzeile und eigenem Bad befindet sich im obersten Stockwerk des 5 stockigen Gebäudes. Das Zimmer macht einen einfachen Eindruck, vieles ist etwas herunter gekommen. Jedoch steigt uns beim Öffnen der Badezimmer Tür ein seltsam unangenehmer Geruch in die Nase. In der Duschkabine krabbeln einige kleine Kakerlaken entlang, daher sehr wahrscheinlich der Geruch. Denn wo eine ist sind meist mehr.

Dennoch bekämpfen wir die ersten mit Spray (nie ein gutes Zeichen wenn ein Insektenspray in der Wohnung bereit steht ^^) und hoffen darauf, dass sich während unserer Anwesenheit keine der größeren raus traut. Wie sich später herausstellt haben die Viecher ein Nest im Abfluss gebaut, so kam uns bei jedem Besuch in das Badezimmer eine neue entgegen. Unser Gastgeber hat nach unserer Abreise eine entsprechendes Sieb bzw einen Schutz in die Dusche gelegt. Die meisten Unterkünfte sind damit ausgestattet, denn es ist hier gang und gebe, dass diese Tierchen in Südamerika im Badezimmer herum rennen können.

Cartagena – inszeniertes Kolumbien

Die Altstadt Cartagenas hat architektonisch viel zu bieten. Sie ist wunderschön mit ihren vielen bunten Häusern und extrem ordentlich und sauber. An vielen Straßenecken stehen Frauen mit traditionellen Gewändern, auf dem Kopf balancieren sie eine Schale gefüllt mit frischen Früchten und sind gegen einen kleinen Preis bereit für ein Foto oder man erleichtert sie um Obst oder Souvenirs. Ein schickes Lokal reit sich an das nächste. An teuren Läden mangelt es nicht. Wir kommen uns etwas vor wie in einem Freizeitpark, das richtige Kolumbien sehen wir hier nicht. Die Stadt ist gefüllt von Touristen die sich teilweise bis auf die Golduhr heraus geputzt haben.

Wir fühlen uns immer mehr fehl am Platz, so behangen verlassen wahrscheinlich die wenigsten die Altstadtmauern. Das erste Mal während unserer Reise durch Kolumbien sehen wir extrem viele Touristen, sehr viele Amerikaner und Europäer. Es scheint hier sehr sicher zu sein. Wir unterhalten uns später mit einigen Kolumbianern, sie fragen uns welche Städte wir bisher besucht hätten und wie uns Cartagena gefallen hätte. Auf unsere ehrliche Meinung „como un parque para gringos.“ mussten sie lachen und zustimmen. Uns hat es in der Altstadt etwas an Authentizität gefehlt, dennoch ist das alles Geschmacksache und die Stadt hat einen besonderen Charm.

Vor kurzem habe ich einen Dokumentarfilm zu Cartagena gesehen, in dem eine der Verkäuferinnen in ihrem Alltag begleitet wurde. Sie steht früh morgens auf, kleidet sich in ihren traditionellen Gewändern die kaum einen Luftzug durchlassen und macht sich auf den Weg in die Stadt. Oftmals geht sie mit vollen Händen nach Hause weil sie keines der selbst gebackenen Gepäckstücke verkaufen konnte. Unser Tipp ist es daher sich den Hunger für die Verkäuferinnen aufzuheben und sie damit zu unterstützen. 

What to do in Cartagena?

1. Free Walking Tour

Ebenfalls in Cartagena gibt es eine Free Walking Tour, geführt von ansässigen. Unser Guide ist eine Frau um die 65 Jahre alt, sie wirkt etwas angespannt und klärt uns auf, dass dies ihre erste englisch sprachige Tour ist. Sie macht einen guten Job und sie freut sich über die angenehme Gruppe. Die Tour führt durch die Ciudad Amurallada die „ummauerte Stadt“. Cartagena war damals der Hauptumschlagplatz der Sklaverei und wir erfahren ein paar grausame Gesichten. Die Küste Kolumbiens war aufgrund der Lage am stärksten in den Sklavenhandel verwickelt.

Unser Tourguide erzählt uns auch ein paar Fun Facts. Wie unser Guide uns mitteilt, hat Will Smith Anfang diesen Jahres Teile eines Films in Cartagena gedreht. Angeblich wollte er nur einen Monat hier bleiben hat dann jedoch auf zwei Monate verlängert weil es ihm so gut gefallen hat. In der Stadt sieht man Straßenkünstler Karikaturen von Will mit riesigen Zigarren malen. 

Abends sind die Straßen gefüllt mit Reisenden in schicken Roben. Es gibt viele feine Restaurants und Bars sowie Boutique Läden. Wieder einmal zeigt sich, dass Cartagena eine der Städte in Kolumbien ist, bei der den Touristen hohe Sicherheit geboten wird. Wir kommen an einem Sushi Laden vorbei in dem scheinbar nur eine Sushi Sorte angeboten wird, dafür für einen fairen Preis von 6€ pro Portion. Uns schmecken die Rolls sehr gut. 

Rapeinlage – die Kids erhoffen sich ein Trinkgeld

2. Salsa Tanzkurs

Wollt ihr euch auf der nächsten Latin Night mit feurigen moves aus Colombia unter die Menge mischen? Dann empfehlen wir euch einen Tanzkurs in Kolumbien zu belegen. Wir haben uns dieTanzschule Crazy Salsa empfehlen lassen. Außerdem gibt es in vielen Bars unter der Woche Salsa Class Abende einfach nachfragen und umschauen welcher Lehrer euch am meisten zusagt. 

3. Lerne eine Palenqueras kennen

Kaum in den Stadtmauern eingetreten, werdet ihr sehr wahrscheinlich von einigen Palenqueras in ihren wunderschöne farbenfrohe und schwere Roben empfangen. Sie tragen Metallschalen auf den Köpfen, gestützt durch bunte Tücher, in welchen sie ihre Haare um den Kopf binden. Wie bereits weiter oben im Blog erwähnt, wohnen die Frauen außerhalb vom Zentrum und fahren jeden Tag mit ihrer Ware in die Stadt. Gerne kann man sich auch mit ihnen Fotografieren lassen, gegen ein Trinkgeld doch freuen sie sich sicherlich wenn ihr auch etwas kauft. Einige Frauen tragen auch selbst gebackenes bei sich, was man umbedingt einmal probieren sollte.

Castillo de San Felipe de Barajas

Schon beim Vorbeifahren im Bus sehen wir tausende Pärchen die sich in die kleinen Aussparungen der Castillo Mauern schmiegen. Wir können es ihnen nicht verübeln und setzten uns so romantisch wie wir sind mit zwei kühlen Bierchen auf eine der freien Fleckchen der Mauer und schauen der Sonne beim Untergehen zu. Bevor es zu dunkel wird ziehen wir weiter auf der Suche nach einer schönen Bar. Wir landen letztendlich in einer Kubanischen Zigarrenbar mit Live Musik und leckersten Mojitos die vor Minze strotzen.

4. Ausflug zu Playa Blanca

Der karibische Traumstrand Playa Blanca befindet sich gerade einmal 45 Minuten mit dem Boot von Cartagena entfernt. Wenn ihr direkt zu dem Hafen fahrt beziehungsweise wie wir in Castillogrande wohnt, könnt ihr vorne am Hafen sicherlich ein gutes Schnäppchen verhandeln. Doch macht euch darauf gefasst, dass euch mindestens 20 Verkäufer auf einmal umzingeln und jeder seinen Verkaufsdeal herunter betet. Man kommt sich etwas so vor als wäre man in ein Hornissennest geraten und tritt das Gewusel los. Empfehlenswert ist es eine Nacht dort zu verbringen. Es gibt wunderschöne Unterkünfte unter freiem Himmel direkt am Meer.

5. Mercado de Bazurto

In der ummauerten Stadt kann es schnell mal etwas teurer werden, wenn ihr auf der Suche nach einem traditionellen Lunch oder Abendessen seid. Auf dem Mercado de Bazurto hingegen, bekommt ihr bereits Gerichte ab 1€ oder falls eure Unterkunft eine Küche hat, kann man sich hier mit Gemüse, Obst und Co eindecken. Wie auf allen Kolumbianischen Märkten die wir besucht haben, ist hier sehr viel los also passt auf eure Wertgegenstände auf.

6. La Boquilla

Falls ihr auch in der karibischen Hitze verfließt und euch die Bootsfahrt zum Playa Blanca und Co zu aufwendig ist, könnt ihr eure Füße auch in das kalte Meer am La Boquilla Strand strecken. Hier genießen auch die Locals die frische Meeresluft und entspannen am Wochenende mit der Familie.

7. Valdez Café für WiFi

Wenn ihr einen Ort mit gutem WiFI sucht um zB eure Reise weiter zu planen, können wir euch eines der Valdez Cafés empfehlen. Der Kaffee schmeckt in der Kolumbianischen Kette sehr gut und auch die Snacks sind nicht zu verachten. Der große Valdez in der Nähe der Strandpromenade verläuft ebenfalls traditionelle Kaffeegeräte und andere schöne Andenken/ Mitbringsel für Kaffeeliebhaber.

Fazit Cartagena – Kolumbiens Küstenstadt mit hoher Sicherheit

Eine Stadt mit brutaler Geschichte und bunten Häusern. Herausgeputzt in den Mauern der Altstadt, grob zwischen den Hochhäusern der Moderne. Wunderschön traditionelles trifft auf übertrieben inszeniertes. Wir sind geteilter Gefühle zu dieser Stadt, richtig begeistern konnte uns das geschönte Kolumbien nicht dennoch hat es seinen speziellen Charm.

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